Schüleraustausch – Straßburg & Breisach – un journal

Austausch in Drittortbegegnung Breisach / Straßburg / Freiburg, zusammen mit dem Collège la Marquisanne (Toulon), unter Kooperation von Clever e.V. ! Vielen Dank an das Deutsch-Französische Jugendwerk und an Erasmus+ für die großzügigen Fördergelder!

Tag 7 / septième jour

Alles hat ein Ende, nur la saucisse hat zwei.

Heute wurden wir wie eigentlich immer um 7:30Uhr geweckt. Wir gingen vor die Tür, um zum Frühstück zu gehen, dort sahen wir unsere Schuhe und Stiefel befüllt mit Madeleines, Schokololipops, Chupa-chups und noch mehr. Nach dem Frühstück, circa um 8, sollten wir schon unsere Koffer nach unten bringen und unsere Räume putzen. 9:30 Uhr trafen wir uns alle ein letztes Mal im Saal „Straßburg“/“Berlin”, dort haben wir dann unsere Plakate/Aufgaben, vom Tag davor, vorgestellt. Es war echt schön nochmal zu sehen, was wir alles in diesen Tagen erlebt haben. Die letzte Auswertung war auch sehr positiv und wir haben ein Dankesgeschenk an Nina und Noah gegeben. Am breisacher Bahnhof war es dann schlussendlich Zeit Abschied zu nehmen. Nina gab uns die Tüte mit unseren Lunchpaketen und Früchte und bald kam auch schon unsere Bahn.

Während der Fahrt haben wir Maumau gespielt, gelesen, Musik gehört und geschlafen, es war sehr gemütlich. Auf dem Bahnhof in Fulda haben wir, um die Zeit zu vertreiben, einen Tanz, dank Larissa, gelernt. Jetzt sitzen wir in der Bahn nach Leipzig. Ich werde vieles vermissen z.B. die Uno-Spiele „spät“ im Zimmer, Nina und Noah, die Energizer und ganz klar, dass lange schlafen. Doch ich freue mich, endlich nach Hause kommen zu können. Ich danke den Lehrern und allen anderen die an der Planung teilgenommen haben, sowie „Sponsoren“ wie Erasmus+ und DFJW, die uns diese einmalige Chance ermöglicht haben. Und natürlich hoffe ich, dass es Projekte wie diese in Zukunft weiter geben wird!

Text: Charlotte Wenzel

Der Austausch in Bildern:

Tag 6 / sixième jour

Heute war der letzte volle Programmtag, was für ein Abschluss! Wir haben sehr viel Kreativität in die Plakate gesteckt und gut zusammengearbeitet. Wir konnten sehr gut mit den verschiedenen Sprachen harmonieren. Anschließend fuhren wir erneut nach Freiburg und sollten Interviews zum Thema Inklusion führen z.B. mit dem Stadttheater und dem Alten Rathaus. In unserer Freizeit (Freiburg) sind wir Snacks holen gegangen für die Party am Abend und sind danach Souvenirs kaufen gegangen. Besser als letztes Mal sind wir in den Teams geblieben und haben uns mit anderen Gruppen zusammengeschlossen. Danach sind wir zurück zur Jugendherberge gefahren, um dort den interkulturellen Abend vorzubereiten. Dann hat uns Noah mit Pizza überrascht, die wir selbst aussuchen durften. Wir haben uns einander unsere Kulturen vorgestellt, z.B. hat Naëlyah: Senegal und ihr Gewand vorgestellt und Malak, Rania haben uns eine marokkanische Münze und Mini-Tagine zum Schminken gezeigt. Folgend haben wir als Deutsche – Gruppe die Legende von dem Nikolaus, und die Tradition des Stollens vorgestellt. Und dann feierten wir, die Party mit wechselhafter Musik. Daraufhin putzten wir alle unsere Schuhe, damit der Nikolaus uns Süßigkeiten bringt. Bald gingen wir schlafen. Ich/Wir würde/n sagen, dass man Französisch besser im Alltag als in der Schule lernt.

Text: Sophie Bernhard, Noah Scholz

Nachtrag von Frau McClure – stimmt alles, außer, dass sie bald schlafen gingen…!

Tag 5 / cinquième jour

Heute war der mit Abstand erfolgreichste und – viel treffender – magischste Tag in jeglicher Hinsicht, vor allem im Sinne der Ziele unserer Bildungsfahrt: der Interaktion zwischen den Sprachgruppen.

Nachdem am gestrigen Tag die Lehrenden etwas bestürzt darüber waren, dass sich die Reisenden so schnell wie möglich und bei jeder Gelegenheit wieder in ihre jeweiligen Sprachgruppen zurückzogen – als wäre es erneut der erste Tag – erinnerten sie die Lernenden an die Bedeutung, Ziele und die dafür eingesetzten Ressourcen.

BREF! (long story short!)

Heute war alles anders.

Nach dem Frühstück starteten wir mit einem Energizer, angeleitet von der deutschen Gruppe, bei dem alle ihren inneren Samurai entfalten konnten. Anschließend wurden in Gruppen die bisherigen Höhepunkte und Unternehmungen der Vortage ausgewertet.

Vor dem Mittagessen luden die französischen Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Ballspielen ein – und dort zeigte sich bereits ein völlig anderes Bild als am Vortag. Ganz selbstverständlich organisierten sie sich in gemischten Gruppen und gaben alles, um für ihre Teams den Sieg zu erringen. Ein kleiner Erfolg… aber wir blieben ehrlich gesagt noch skeptisch. Lehrer eben.

Am Nachmittag gab es die Gelegenheit, noch fehlende Hausaufgaben zu erledigen oder etwas „me-time“ zu genießen, bevor die deutschen Lernenden von den französischen interviewt wurden, damit diese die Ergebnisse im Unterricht präsentieren können. Danach folgte ein Alphabetspiel: In zwei Gruppen sollten sie einzeln zum Plakat rennen und das Alphabet mit passenden Begriffen zur Woche füllen. Auch hier zeigten sich die Gruppen absolut kooperativ und feuerten sich gegenseitig an.

Beim anschließenden atelier sur l’inclusion wurden in Gruppen die drei wichtigsten Grundsätze der Inklusion – Information, Inspiration und Involvieren – auf verschiedene Weise dargestellt: durch Kurzvorträge oder kleine szenische Gestaltungen. Letztere entpuppten sich als der absolute Icebreaker für das abendliche Programm.

Meine Damen und Herren, mesdames et messieurs, Willkommen, bienvenue und hereinspaziert in eine Welt, in der das Unmögliche plötzlich ganz selbstverständlich wird!

Die Bühne war bereitet, die Stimmung elektrisch, und niemand ahnte, dass wir Zeugen eines Abends werden würden, der uns allen die Sprache verschlägt.

Vorhang auf für das Spiel der 22 Herausforderungen – Jeu des 22 défis!

Eine Show so abenteuerlich, so unvorhersehbar und so energiegeladen, dass selbst wir Lehrkräfte nicht wussten, ob wir lachen, staunen oder schlichtweg ungläubig den Kopf schütteln sollten.

Denn eines war klar: In diesem Spiel war alles möglich – und absolut nichts geskriptet.

Gemischt in Gruppen hatten die Teilnehmenden die Aufgabe, die hochrangige, streng blickende, aber insgeheim leicht beeinflussbare Jury – bestehend aus Nina, Noah (clever e.V.), Madame Feichtner, Madame Ciarlet, Madame McClure und Monsieur Vogt aka Monsieur Danger – mit ihren Talenten zu erobern.

Zur Auswahl standen 22 Herausforderungen, die von „Bringt die Jury mit zwei Witzen zum Lachen“ über „Formiert eine Menschenpyramide“ bis hin zu „Präsentiert Fakten, die die Jury garantiert nicht kennt“ reichten.

Wie sie ihre Aufgaben lösten, lag vollständig in ihren Händen.

Die einzige Regel: Corruption autorisée – Korruption ausdrücklich erlaubt!

Vor dem Raum bereiteten sich die Gruppen fieberhaft vor, und dann durften sie so oft sie wollten die Bühne betreten. Geplant waren 30 Minuten…

Was dann geschah, sprengte jede Vorstellungskraft.

Plötzlich verwandelte sich der Abend in einen regelrechten Kreativorkan:

– Gesänge im Kanon, die das ganze Haus erfüllten

– Witze, mehrsprachig und theatralisch inszeniert

– Einzelkämpfe gegen die Jury in Schere-Stein-Papier

– Mutproben, spontane Tanzeinlagen und pantomimische Meisterleistungen

– Und selbstverständlich… charmante Bestechungsversuche mit Süßigkeiten, Komplimenten und strategisch verteiltem Charme

Die Jury lieferte sich unterdessen eine hitzige persönliche Punktevergabeschlacht, denn jede Darbietung brachte und uns mehr zum Staunen. Wirklich jede und jeder brachte sich ein: auch jene, die sich sonst kaum trauen zu reden, zu singen oder zu tanzen, gingen über sich hinaus. Die Gruppen rissen uns fast die Tür ein, um ihre nächsten Beiträge vorzuführen.

Ein besonderer Höhepunkt:

Mouad (Frankreich) sollte eine Minute ohne Uhr abschätzen – und traf genau auf die Sekunde. Wenige Minuten später tat seine Schwester Jinane es ihm gleich und lag nur zwei Sekunden darüber. Wir explodierten förmlich vor Begeisterung.  Aus den geplanten 30 Minuten wurden 90, was bei diesen famosen Darbietungen jedoch keinen störte.

Doch das Erstaunlichste war:

Niemand fragte nach Preisen.

Niemand wollte eine Medaille.

Sie jubelten über jeden Punkt, als wäre es der Sieg des Jahres – und am Ende hatte niemand verloren. Der ganze Abend war ein Triumph der Kreativität, des Mutes und vor allem der Zusammenarbeit.

Am Morgen danach stehen mir noch immer die Haare zu Berge. C’était vraiment magique!

Text: Christopher Vogt / Monsieur Danger; Bilder: McC

Tag 4 / quatrième jour

Lass uns froh und munter sein, und uns recht über die Weihnachtsmärkte freuen! Heute ging es erneut nach Straßburg, die sogenannte „capitale du Noël“ (Weihnachtshauptstadt). Die Suche nach Churros blieb unerfolgreich, dafür wurden Carambar ohne Ende eingekauft. Ob das Weihnachtsmarktessen gesund oder eher zuckerlastig war, blieb heute den Jugendlichen überlassen. Danach ging es ins Museum Lieu de l’Europe, um über die Geschichte der Deutsch-Französischen Zusammenarbeit zu erkunden.

Nachdem die deutsche Gruppe zum ersten Mal einen klassichen „goutter“ (Baguette mit einem Stück Schokolade) snack probiert haben, ging es zurück nach Deutschland. Der Weihnachtsmarkt am Abend in Freiburg zeigte sich doch noch unterschiedlich zu Straßburg und wieder 435.035 Fotos gemacht. Wunderbar, wenn die Jugendliche die Dokumentationsarbeit freiwillig übernehmen!

Tagsüber lange mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren war für die Schülerinnen und Schüler kein Problem. Schließlich hatten sie unten, oben… einfach überall gute Laune. Am Bahnsteig wurden Klassiker aus der Kindheit und aus den 90ern gesungen und getanzt, Gruppenspiele selbstständig initiiert und Lesetemporekorde feierlich gebrochen.  Die Reisetagebücher wurden eifrig ausgefüllt und auf dem Heimweg am Abend großartige Playlists für die anderen Ländergruppe erstellt. Ob Jul oder Apache gut in der anderen Kultur ankommen, wird sich noch morgen beim interkulturellen Abend zeigen.

Jeder an der Grenzregion kennt nun Noahs Name und Frau McClures Stimme, weil er und Erik häufig bei der französischen Gruppe nahtlos eingegliedert waren. Taisiia und Eylie haben brüderlich beziehungsweise schwesterlich geteilt mit ihren Marktpartnern Malek und Yaniss. Sharina und Lyra flüsterten und kicherten bis spät in die Nacht mit ihren Zimmerpartnern Naëlyah und Jinane. Da druckt sogar Frau McClure ein Auge zu, auch wenn die Jugendliche dadurch weniger geschlossene Augen hatten. Ob gut ausgeschlafen oder nicht, es wird morgen weitergehen und alle freuen sich darauf.

Text: Dara McClure; Bilder: SuS des Austauschs

Tag 3 / troisième jour

Wusstest du schon, dass 23 Sprachen im Europaparlament täglich gesprochen und gedolmetscht werden? Oder, dass die jeweiligen Länder maximal 96 Sitze und minimal 6 Sitze haben dürfen? Unsere Deutsch-Französische Gruppe schon. Wir haben heute hinter die Kulissen im Europaparlament geschaut und auch vieles über die Strukturen gelernt – organisatorisch wie architektonisch. Im Plenarsaal bekamen wir den besten Blick vom VIP-Diplomaten-Bereich, passend zu den äußerst eleganten Outfits unserer jungen kulturellen Botschafterinnen und Botschafter.

Am Vormittag hatten die SuS noch einen World Café, um ihr bisheriges Wissen über Teilhabe und Inklusion in der europäischen Gesellschaft zu teilen. Dabei wirkten sie souverän in ihren sprachlich gemischten Arbeitsgruppen. Dass teilweise Englisch statt Französisch oder Deutsch gesprochen wurde, hat Frau McClure tapfer ausgehalten – letztendlich ist es ja auch schon beeindruckend, dass 7. bis 9. Klasse auf Englisch in der Lage ist, über Vorurteile, strukturelle Diskriminierung und Gleichberechtigung ausgiebig zu diskutieren.

Text: Dara McClure; Bilder: SuS des Austauschs

Heute haben die Schülerinnen und Schüler sich näher kennengelernt, zuerst mit mehrsprachigen Spielen und kollaborativen Portraits, später noch mit Gruppenarbeit zur Veranschaulichung des Themas Inklusion und Teilhabe. Die Plakate werden morgen präsentiert und die Fotos dazu zeigen wir in den kommenden Tagen. Am Nachmittag gab es eine Stadtrallye in Breisach zum Thema Barrierefreiheit. Unsere Tandemlehrerin Madame Ciarlet teilt ihre Eindrücke. Viel Spaß beim Stöbern!

Bilder & Text: Dara McClure & Béragere Ciarlet

Tag 1 / premier jour

Am 30. November sind wir gegen 9:30 Uhr losgefahren. Ich war aufgeregt zu wissen, dass heute der Tag war, wo wir in Breisach sein werden. An der Grenze von Frankreich!! In der ersten Fahrt von Leipzig nach Frankfurt, sind wir 4 Stunden gefahren. Doch die Zeit verging schnell, wenn man Beschäftigung mitgebracht hatte oder einfach mit Freunden sprach.

Wir sind dann zu einem Zwischenstopp in Frankfurt gelandet. Für 1 Stunde waren wir beim Hauptbahnhof. Manche holten sich Essen mit Herrn Vogt, während andere bei den Bänken mit Frau McClure blieben. Man konnte sich gut erholen und auch bewegen. Nach dieser Stunde von Erholung sind wir in einen anderen ICE eingestiegen. Wir hatten eine Stunde immer Zeit, um Schulaufgaben zu bearbeiten. Es war sehr effektiv, die Reise für Aufgaben zu benutzen.

Ich kann es kaum erwarten, in Breisach anzukommen. 😀

-Eylie Radtke Jaskulski-

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