Kunst zum Philosophieren und Anfassen

Kann ein Stück Holz eine Geschichte erzählen? Kann aus einem Klumpen Ton eine Idee werden? Und was passiert in uns eigentlich, wenn man die Natur nicht nur betrachtet, sondern meditativ nachahmt?

Mit diesen Fragen im Gepäck begab sich unsere 5. Klasse auf eine besondere Entdeckungsreise zur Jojo-Werkstatt in Leipzig. Die Jojo-Werkstatt bietet normalerweise kreative Nachmittagskurse für Kinder und Jugendliche an. Dank der Förderung durch die Stadt Leipzig konnte für unsere Klasse ein besonderes Kunstprogramm zum Gestaltungsmittel „Plastik und Skulptur“ sowie zum Thema „Natur“ angeboten werden. Obwohl solche Kurse anderswo normalerweise deutlich teurer sind, kostete die Teilnahme für unsere Schülerinnen und Schüler nur 2 Euro.

In der Werkstatt warteten verschiedene kreative Stationen auf uns. Die Kinder konnten mit Gips arbeiten, Holz bearbeiten, Keramik gestalten oder die Möglichkeiten des 3D-Drucks kennenlernen. Dabei entstanden aus Ideen nach und nach echte Kunstwerke – zum Anfassen, Bestaunen und natürlich auch zum Nachdenken.

Besonders beeindruckend war die Konzentration, mit der alle Kinder arbeiteten. Überall wurde geplant, ausprobiert, geformt, gefeilt und gestaltet. Die Begeisterung war deutlich zu spüren: Alle hatten große Lust, ihre eigenen Ideen umzusetzen, und gingen mit viel Geduld und Kreativität ans Werk. So entstanden zahlreiche individuelle Kunstwerke, auf die ihre Künstlerinnen und Künstler wirklich stolz sein können.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben dabei erfahren, dass Lernen nicht nur im Klassenzimmer stattfindet. Manchmal lernt man mit den Händen, manchmal durch Ausprobieren und manchmal dadurch, dass man eine Idee Wirklichkeit werden lässt. An der Caroline-Neuber-Schule wissen wir, dass Kinder von vielfältigen Erfahrungen profitieren. Kreative Angebote wie dieses fördern nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch Fantasie, Ausdauer und Selbstvertrauen.

Das sagen unsere Schülerinnen und Schüler

Was hat dir an der Jojo-Werkstatt besonders gut gefallen?

Ich konnte richtig lange Zeit nehmen, nicht nur 1 oder 2 Stunden.

Die Leute dort waren echt nett.

Alles!

Wir konnten in kleinen Gruppen arbeiten, das war ruhig.

Was hast du gelernt, was man nicht im Klassenzimmer lernen kann?

3D Drucken mit den richtigen Programmen.

Das Filament vom 3D Drucker mit den Farben.

Die Leute kannten sich voll aus mit ihren Sachen (*Verständnis von McC: Kursleitung vor Ort waren Profis in ihren Bereichen).

Ich habe gesehen, wo ich Hobbies machen kann, es ist voll nah, das wusste ich nicht.

Wie der Ofen für Ton aussieht.

Zum Schluss bleibt vielleicht noch eine letzte Frage: Was macht Kunst eigentlich aus, der Prozess oder das Ergebnis? Die Antworten darauf sind so unterschiedlich wie die entstandenen Werke. Eines steht jedoch fest: Unsere Entdeckungsreise in die Welt der Kunst hat gezeigt, dass Kreativität überall entstehen kann – wenn man ihr Raum gibt.

Hier noch einige Bilder der tollen Ergebnisse:

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